God of War 3
Leider über Wochen zerstückelt, habe ich God of War 3 durchgespielt. Man verliert zwar immer wieder kurz den Faden, kommt aber doch wieder schnell im Handlungsablauf zurecht.
Auf das Spiel freute ich mich von Beginn an, als ich God of War 1 gespielt habe. Immer wieder schoß mir durch den Kopf, wie gut denn erst der dritte Teil sein muß. Entsprechend war die Vorfreude groß.
Während die God of War Collection noch komplett englisch war, habe ich nun die deutsche Version von GoW 3 gespielt. Trotzdem, mein erster Gang noch vor dem Spielen ging in die Optionen, um dort direkt Kratos, die Hauptfigur, auf englisch sprechen zu hören. Deutscher Untertitel ist hier praktisch, wenn auch nicht immer nötig.
Zum Spiel: Nach den ersten Minuten war ich von der so sehr gelobten Grafik enttäuscht. Es sah alles sehr grieselig aus. Die Steuerung war gewohnt, die typische GoW-Stimmung kam direkt auf. Bereits der erste Endgegner verdeutlicht stark, wie viel brutaler der dritte Teil noch einmal geworden ist. Ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber es paßt eben zum Charakter von Kratos – alles andere wäre unglaubwürdig.
Wie bereits angesprochen, war ich von der Grafik enttäuscht. Sound bombastisch wie eh und je, aber grafisch nichts besonderes – denkste! Ich weiß nicht, wie es kam, aber die Darstellung ändert sich! Im Nachhinein denke ich, daß es am Leveldesign lag, das einfach keine Chance gab voll aufzutrumphen. Was die Augen danach zu sehen bekommen, ist genial. Ich habe noch nie ein Spiel gesehen, daß grafisch so auf Aktionen reagiert. Vor allem das Lichtspiel, gerade wenn sich etwas wie z.B. in Marmor spiegelt, ist unbeschreiblich. Kratos’ Blades leuchten immer feurig. Egal, wo man hinschlägt, die Umgebung reagiert entsprechend: Wird erleuchtet, reflektiert und wirft Schatten. Kratos selbst ist bis in das kleinste Detail dargestellt, so dass ich mich immer wieder erwischt habe, wie ich ganz nah zur Kamera gelaufen bin, um mir den Detailreichtum anzusehen.
Nun zum wichtigsten, der Story: Weiterhin getragen von der griechischen Mythologie, begräbt God of War 3 diese nun endgültig. Es ist kein Geheimnis, daß es Kratos auf den Göttervater Zeus abgesehen hat. Wie jedoch das ganze vonstatten geht, ist weniger vorhersehbar, wie man meinen könnte. Es macht einfach Spaß zu erkunden, wie einzelne Namen in die Geschichte rund um GoW eingebaut worden sind. Es ist nicht das reines Götterabgeschlachte als Ziel, sondern der Weg dahin interessant. So passiert es, daß man nach dem Besiegen eines Zwischengegners Angst hat, daß das Spiel gleich vorbei sein könnte. Als schließlich der Abspan lief, bereute ich irgendwie das Spiel schon beendet zu haben – zu gerne hätte ich noch weiter gespielt. Zu Gute kam mir hier allerdings, daß ich über Wochen immer nur kurz spielte, wodurch sich der Spaß auf künstliche Weise in die Länge zog. Das Spiel an sich ist nicht kurz, wenngleich es wohl mit 9-10 Stunden eher mittelprächtig ist.
Schade, daß Kratos seine Aufgabe bereits jetzt mit Bravour erledigt hat. Tolles Spiel, tolle Triologie.
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