Mrz
21
2010

Dante’s Inferno

Wie man dem Blog entnehmen kann, freue ich mich zur Zeit auf God of War 3. Ich habe es zwar vorbestellt und es ist bereits seit dem 19.03. offiziell im Handel, aber mein Händler hat Lieferschwierigkeiten, weswegen ich es noch nicht in den Händen halte. Egal, ich hatte ja noch den GoW 3-Klon Dante’s Inferno hier.

Bei DI wurde tatsächlich noch extremer geklaut als bei Darksiders. An sich wurde wirklich das komplette Spiel von GoW genommen, ein anderer Hauptcharakter erstellt und die Story drum herum angepaßt. Es ist nahezu alles identisch. Einfacher wäre es an dieser Stelle zu erwähnen, was anders ist, aber mir fallen keine gravierenden Unterschiede ein. Trotzdem ist mit DI der erste Teil einer Triologie entstanden, dem man den Ideenklau gerne verzeiht. Die Story ist sehr gut und interessant. Es wurde nämlich ‘nur’ die Steuerung und Aufmachung gestohlen, die Geschichte geht einen komplett anderen Weg und muß sich hinter der von GoW nicht verstecken. Es handelt um einen Kreuzritter, der auf seinem Feldzug in Israel keine Sünde ausließ, so betrog er auch seine Frau. Nun muß er, um die Seele seiner Geliebten zu retten, alle Stufen der Hölle durchleben. Es fließen dabei religiöse Aspekte mit ein, genauso trifft man auf Verdammte aus der Geschichte, die man teilweise bekämpfen, teilweise erlösen oder gar bestrafen kann. Die Story ist somit recht mitreisend und interessant erzählt. Leider geht dem ganzen gegen Ende etwas die Puste aus – die einzelnen Stufen der Hölle unterscheiden sich eigentlich nur vom Namen und Design, auf den Spielverlauf haben diese keinen Einfluss. Die Gegner-Vielfallt ist in Ordnung. Es fehlt meiner Meinung nach nur an übergroßen Zwischengegner, wie man es aus GoW kennt – an der Stelle hätte man vielleicht noch konsequenter  Klauen sollen.

Das Ende ist gut und man erfährt, daß weitere Teile erscheinen werden. Leider wurde die Spielzeit kurz vor Schluß sehr gestreckt. So mußte man 10 Herausforderungen bewältigen, wie z.B. “Benutzen sie kein Blocken” oder “Zerstören sie fünf Gegner in der Luft”. Mit der Geschichte an sich hat das gar nichts zu tun und nervte nur tierisch, da es teils schwer war und ewig lange dauerte. Das war schwach. Wenn man das Spiel schon künstlich in die Länge ziehen will, dann hätte man vorher die Stufen der Hölle ausgiebiger gestalten sollen, da mir diese jeweils viel zu kurz vorkamen. Leider entsteht auch bei DI das Gefühl, daß dieses nicht von Anfang bis Ende durchdacht war. Auch hier geht den Entwicklern die Luft aus – wirklich sehr schade.

Trotzdem, DI ist ein Kauf wert und überbrückt die Zeit, bis GoW 3 ercheint, mehr als ausreichend. Wer jedoch den Genre-Primus kennt, weiß, daß es viel besser geht.

Written by Sebastian in: Allgemein,Playstation 3 |

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